Nach dieser Andacht durften die Kinder das "Blind sein" mit ihrem eigenen Körper erfahren. Sie bekamen eine rote Schürze und eine "Star"-Brille, durch die man nur ungenau bis fast gar nichts sehen konnte. Nun wurden sie aufgefordert, sich etwas zu trinken einzugießen (ihr Finger im Glas zeigte ihnen den Füllstand an) und ein Säckchen mit Nüssen wurde herumgereicht. Wir lernten, dass Blinde ihren Teller nach der Uhr einteilen und somit wissen, wenn die Pommes zwischen 12 und 3 Uhr liegen, wo sie zu finden sind.
Danach erklärte uns Ilona den Taststock und die Armbinde und machte uns darauf aufmerksam, wie wir uns als Fahrradfahrer verhalten sollen: Immer mit der Klingel ausgestattet und den Blinden durch Klingeln warnen, wenn wir langsam am ihm vorbei radeln. Interessant war auch das Blindenalphabet in einer großen Blindenfibel mit einem hervorgehobenen Bild kennen zu lernen, welches die Kids mit verbundenen Augen ertasten und erraten sollten. Des weiteren spielten wir Klingelball und bestaunten die Blindenschreibmaschine mit nur sechs Tasten.
Zum Schluss schenkte Ilona noch jedem etwas, was von einem Blinden hergestellt wurde. Es war eine tolle Stunde und wir sind froh, dass Ilona uns soviel über Blinde und die Arbeit der CBM erzählt hat!
Marion Groth und Martina Stroh

